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Fahren Sie mit uns ins Jahr 2022 und schreiben wir zusammen Geschichte! 

Ein farbenfrohes Programm 

 

Ein Jahr voller Feierlichkeiten in der Drei-Seen-Region, um das 150-jährige Bestehen unserer Gesellschaft zu begehen. Dieses Jubiläum ist eine Gelegenheit, Ihnen für Ihre Unterstützung während der reichen Geschichte der LNM seit ihrer Gründung im Jahr 1872 zu danken. Von April bis Oktober werden wir Sie mit Ton- und Lichtshows, festlichen Veranstaltungen, gastronomischen Kreuzfahrten und vielen anderen Überraschungen verwöhnen. 

 

Zum Programm

Abonnement “150 Jahre auf den Drei Seen 

 

Zur Feier ihrer jeweiligen Jubiläen - 150 Jahre für die LNM und 10 Jahre für transN, «150+10» - haben sich die beiden legendären Gesellschaften des Kantons Neuenburg zusammengeschlossen, um Ihnen ein aussergewöhnliches Angebot anzubieten.

Dieses Angebot zu CHF 160, bestehend aus einem Abonnement für alle Kursfahrten auf den Drei-Seen, 2 Billetten für die Standseilbahn La Coudre-Chaumont, einem Fairtiq-Guthaben von CHF 10, das überall rund um die Seen genutzt werden kann, sowie einer Ermässigung von 10 % auf ein Billett für den Brunch-Zug oder den «train du terroir», wird zweifellos sowohl Geniesser als auch Freiluftliebhaber begeistern.

 

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Um noch mehr von diesem außergewöhnlichen Jahr zu profitierenfinden Sie hier Angebote für jeden Geschmack. 

 

Kostenloses Eis
auf allen Kursfahrten am Mittwochnachmittag für Kinder unter 16 Jahren.

Goldenes Alter
Senioren können eine Tageskarte zum Sonderpreis von CHF 28.- kaufen. Diese Karte ist nur unter der Woche erhältlich

Gourmetrundfahrt
Mahlzeit an Bord = Fahrt für CHF 5.- (Kurse 103, 203 & 52). Nur mit Reservierung bis spätestens am Tag vor der Fahrt.

Geschäftsrundfahrt
Für Firmen, Essen an Bord ab 4 Personen = Gratisfahrt (Kurse 103, 203 & 52) nur mit Reservierung bis spätestens am Tag vor der Fahrt.

 

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150 ans ça se fête !Evénements 150e

ein wenig geschichte

Volle Kraft voraus für die LNM – 150 Jahre

         Schifffahrt gegen Wind und Wetter.

 

Die 1872 gegründete LNM meisterte in den 150 Jahren ihres Bestehens zahlreiche Herausforderungen. Sie war nacheinander mit den schwankenden Wasserständen der Region, der konkurrierenden Entwicklung der Eisenbahn, Finanzierungsproblemen und kriegsbedingten Engpässen konfrontiert. In diesem schwierigen Umfeld gelang es der LNM, ihr touristisches Angebot zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. Dieses prägt die Identität des «Drei-Seen-Landes». 

 

 

  1. 1823 - 1872
    Die Pioniere

    Seit dem 18. Jahrhundert wurden der Neuenburger- und der Bielersee für den Transport von Textilien und Produkten der Uhrenindustrie in Richtung Basel und Genf genutzt. Die Waren wurden mit Ruderbooten transportiert, was viele Fahrten und unbeständige Bedingungen bedeutete. Das erste Dampfschiff taucht 1823 in der Schweiz auf. Die auf dem Genfersee fahrende Guillaume Tell fasziniert und inspiriert auch die Menschen an den Ufern der Drei-Seen-Region. Das erste Dampfschiff auf dem Bielersee war 1826 die Union. Aufgrund der unterschiedlichen Wasserstände des Sees lief das Schiff jedoch häufig im Sand auf. Passagiere und Waren mussten auf Boote umgeladen werden. Trotz dieser Schwierigkeiten gründeten sich mehrere Gesellschaften, die das Schifffahrtsangebot ausbauten – ermutigt durch die Entwicklung des Tourismus in Europa. Neuenburg war dank der Sicht auf die Alpen eine Etappe der ersten vom Engländer Thomas Cook organisierten Reise im Jahr 1858.

  2. 1872 - 1914
    Der Konkurrenzkampf mit der Eisenbahn

    Am 30. September 1872 entstand die «Société de navigation sur les lacs de Neuchâtel et Morat» (LNM) aus der Fusion der «Société fribourgeoise de navigation» und der «Société moratoire de navigation à vapeur». Sie verfügte damals über drei Schiffe: die Cygne, die Gaspard Escher und die Hallwyl. Die Gesellschaft diente anfangs dem Transport von Waren und Personen. Doch der instabile Wasserstand und die interkantonalen Zölle verlangsamten die Schiffe, die der starken Konkurrenz durch die weit effizientere Eisenbahn ausgesetzt waren. Die erste Juragewässerkorrektion (1868–1878) stabilisierte den Wasserstand der Seen. Aber die LNM und ihre öffentlichen Aktionäre mussten grosse Investitionen zur Anpassung der Häfen und Anlegestellen tätigen. Nachdem sie den Kampf um das Transportgewerbe gegen die Eisenbahn verloren hatte, verstärkte die Gesellschaft ihr touristisches Angebot. Zu diesem Zweck erwarb sie 1881 die Helvétie und im Jahr 1913 die Neuchâtel und die Fribourg.

  3. 1914 - 1950
    Zwei Weltkriege und die damit verbundenen Engpässe

    Die beiden Weltkriege stutzten der Tourismusbranche die Flügel und führten zu einem erheblichen Rückgang des Verkehrsaufkommens. In Kombination mit einer Kohleknappheit und einem allgemeinen Preisanstieg führte dieser Rückgang bei der LNM zu finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 1933 reduzierte die LNM ihre Flotte auf vier Schiffe. Sie leitete mehrere finanzielle Umstrukturierungen ein und nahm bei den Kantonen Neuenburg, Biel und Freiburg sowie der Stadt Neuenburg ein Darlehen in Höhe von mehreren hunderttausend Franken auf. Das Jahr 1943 bedeutete eine Trendwende. Die Zahl der Passagiere stieg an und erreichte 1947 mit 287'037 transportierten Personen einen Rekordstand. 

  4. 1950 - 2002
    Der Aufschwung des Tourismus 

    Die wachsende Mittelschicht in der Schweiz führte zur Entwicklung von Freizeitaktivitäten. Die LNM baute ihr touristisches Angebot weiter aus. Zwischen 1955 und 1970 weihte sie vier neue Schiffe ein, die Ville-de-Morat, die Vully, die Ville-d'Estavayer und die Ville-de-Neuchâtel und renovierte ausserdem die älteren Schiffe. Zwei weitere Entwicklungen begleiteten diese Expansion: das allmähliche Verschwinden der dampfbetriebenen Motoren zugunsten von Dieselmotoren und die zweite Juragewässerkorrektion, die den Wasserstand der Seen weiter stabilisierte. Die Ufer der drei Seen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere bei deutschsprachigen Familien, die dort ihre Sommer verbrachten. Die LNM ist ein integraler Bestandteil dieser malerischen Kulisse.

  5. 2002 - 2021
    Die LNM im Zentrum einer Tourismusdestination

    Das ehemals ausgedehnte Sumpfgebiet «Drei-Seen-Land» etablierte sich als Tourismusdestination. Die Attraktivität wurde durch die sechste Landesausstellung expo.02 zusätzlich hervorgehoben. Die Schiffe der LNM sind das Herzstück dieser Destination und befördern die Besucherströme von einem Punkt der Expo zum anderen. Die Region zeichnet sich durch ihre sprachliche und topografische Vielfalt aus. Sie beherbergt archäologische Stätten von nationaler Bedeutung wie «La Tène». Im Jahr 2014 nahm die Gesellschaft ihr einziges Dampfschiff, Le Neuchâtel, wieder in Betrieb. Es ist eines der letzten Schiffe dieser Art, die auf den Seen und Flüssen der Schweiz verkehren. Die LNM erhielt im Jahr 2020 nach weiteren finanziellen Schwierigkeiten und einer erfolgreich durchgeführten Reorganisation die Verlängerung ihrer Konzession um weitere zehn Jahre.